Heut‘ kocht der Chef selbst
10.07.2008 14:40
Auftakt für neues Projekt im Gerontopsychiatrischen Zentrum
„Fünf sind geladen, zehn sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe, heiß’ alle willkommen!“
Wenn die Heimbewohner über eine Zentralküche versorgt werden, fehlen für die Bewohner mitunter die wichtigen Essensdüfte, die den Appetit anregen und häusliche Normalität vermitteln. Aus diesen Überlegungen heraus haben wir im Gerontopsychiatrischen Zentrum die Idee entwickelt, die Wohnbereichsküche verstärkt in den Alltag der Bewohner einzubeziehen.
Unter dem Motto: „Heute kocht der Chef selbst“, kam SCIVIAS-Chefkoch Peter Sehr nach einigen Vorbereitungsgesprächen mit der Heimleitung am 9. Juli 2008 in den Wohnbereich für Menschen mit Demenz. Er brachte seine mobile kleine Küche mit und bereitete mit und für unsere Bewohner und Gäste ein exzellentes Mittagsmenu zu. Die frischen Bratkartoffeln verbreiteten einen heimischen, appetitanregenden Duft. Die Fleischbällchen und Gemüseröllchen wurden bereits zwischendurch vorgekostet - denn alles, was zubereitet wurde, konnten die Bewohner auch mit den Fingern im Vorbeigehen naschen.
Einige Damen des Besuchsdienstes waren zur Unterstützung gekommen, ebenfalls einige Angehörige, die ihren Besuch auf die Mittagszeit verschieben konnten. ‚Essen wie im Hotel‘ war angesagt, in gepflegtem Ambiente Speisen und Getränke genießen. Auch die Erdbeeren zum Dessert wurden von allen gern genommen. Die Torte musste bis zur Kaffeezeit zurückgestellt werden.
Unsere Beobachtung: Die Bewohner und Gäste waren sehr zufrieden. Sie alle hatten keine Eile und zeigten weniger Unruhe beim Essen.
Unsere Ziele: Wir möchten Erinnerungen wecken; Erfahrungen miteinander austauschen; den Kontakt zur Küche fördern, denn der Bedarf der Heimbewohner ist wesentlich anders als der der Patienten. Dieser Unterschied wurde deutlich durch das gemeinsame Erleben. Gerade demenziell erkrankte Menschen benötigen mehr Nährstoffe und Flüssigkeit, weil sie symptombedingt viel aktiver sind. Sie laufen oft rastlos im Wohnbereich herum, und verbrauchen dabei wesentlich mehr Energie als nicht Betroffene. Außerdem leiden sie unter innerer Unruhe, die ebenfalls den Nährstoff- und Flüssigkeitsbedarf erhöht.
Ein gutes Konzept muss gewährleisten, dass die unterschiedlichen Anforderungen leicht zu berücksichtigen sind und entsprechende Produkte, z.B. Fingerfood, energiereiche oder pürierte Kost, zeitnah angeboten werden.
Fazit: Der Anfang ist gemacht: Der gute Kontakt zur Hauptküche fördert das gegenseitige Verständnis zur Bedürfniserkennung der Bewohner.
Selbstverständlich möchten wir das Kochen im Wohnbereich fortsetzen. Wer hat Interesse, Zeit und Lust? Wir suchen Profiköche und Hobbyköche, die dem Beispiel von Herrn Sehr folgen möchten. Für unsere Bewohner ist es schwierig, nach draußen zu gehen und Kultur zu genießen. Deshalb ist es umso wichtiger, die bewährte Rheingauer Küche zu den Menschen zu bringen, die bei uns leben. Interessierte können sich melden bei: Benedicta Wendler: 06123/603-220.
Benedicta Wendler
Wenn die Heimbewohner über eine Zentralküche versorgt werden, fehlen für die Bewohner mitunter die wichtigen Essensdüfte, die den Appetit anregen und häusliche Normalität vermitteln. Aus diesen Überlegungen heraus haben wir im Gerontopsychiatrischen Zentrum die Idee entwickelt, die Wohnbereichsküche verstärkt in den Alltag der Bewohner einzubeziehen.
Unter dem Motto: „Heute kocht der Chef selbst“, kam SCIVIAS-Chefkoch Peter Sehr nach einigen Vorbereitungsgesprächen mit der Heimleitung am 9. Juli 2008 in den Wohnbereich für Menschen mit Demenz. Er brachte seine mobile kleine Küche mit und bereitete mit und für unsere Bewohner und Gäste ein exzellentes Mittagsmenu zu. Die frischen Bratkartoffeln verbreiteten einen heimischen, appetitanregenden Duft. Die Fleischbällchen und Gemüseröllchen wurden bereits zwischendurch vorgekostet - denn alles, was zubereitet wurde, konnten die Bewohner auch mit den Fingern im Vorbeigehen naschen.
Einige Damen des Besuchsdienstes waren zur Unterstützung gekommen, ebenfalls einige Angehörige, die ihren Besuch auf die Mittagszeit verschieben konnten. ‚Essen wie im Hotel‘ war angesagt, in gepflegtem Ambiente Speisen und Getränke genießen. Auch die Erdbeeren zum Dessert wurden von allen gern genommen. Die Torte musste bis zur Kaffeezeit zurückgestellt werden.
Unsere Beobachtung: Die Bewohner und Gäste waren sehr zufrieden. Sie alle hatten keine Eile und zeigten weniger Unruhe beim Essen.
Unsere Ziele: Wir möchten Erinnerungen wecken; Erfahrungen miteinander austauschen; den Kontakt zur Küche fördern, denn der Bedarf der Heimbewohner ist wesentlich anders als der der Patienten. Dieser Unterschied wurde deutlich durch das gemeinsame Erleben. Gerade demenziell erkrankte Menschen benötigen mehr Nährstoffe und Flüssigkeit, weil sie symptombedingt viel aktiver sind. Sie laufen oft rastlos im Wohnbereich herum, und verbrauchen dabei wesentlich mehr Energie als nicht Betroffene. Außerdem leiden sie unter innerer Unruhe, die ebenfalls den Nährstoff- und Flüssigkeitsbedarf erhöht.
Ein gutes Konzept muss gewährleisten, dass die unterschiedlichen Anforderungen leicht zu berücksichtigen sind und entsprechende Produkte, z.B. Fingerfood, energiereiche oder pürierte Kost, zeitnah angeboten werden.
Fazit: Der Anfang ist gemacht: Der gute Kontakt zur Hauptküche fördert das gegenseitige Verständnis zur Bedürfniserkennung der Bewohner.
Selbstverständlich möchten wir das Kochen im Wohnbereich fortsetzen. Wer hat Interesse, Zeit und Lust? Wir suchen Profiköche und Hobbyköche, die dem Beispiel von Herrn Sehr folgen möchten. Für unsere Bewohner ist es schwierig, nach draußen zu gehen und Kultur zu genießen. Deshalb ist es umso wichtiger, die bewährte Rheingauer Küche zu den Menschen zu bringen, die bei uns leben. Interessierte können sich melden bei: Benedicta Wendler: 06123/603-220.
Benedicta Wendler
