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SCIVIAS Krankenhaus St. Josef zertifiziert

17.01.2011 08:35

SCIVIAS-Geschäftsführer Wehe: Qualität und Leistungsstandards dokumentieren und vergleichbar machen

SCIVIAS Krankenhaus St. Josef in Rüdesheim und SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhaus in Bad Soden nach proCum Cert  inklusive KTQ® zertifiziert

 

Rüdesheim/Bad Soden, den 17. Januar 2011.- Vier externe Visitoren, sieben Kollegiale Dialoge, 20 Begehungen verschiedener Bereiche und Stationen, davor anderthalb Jahre Vorbereitung, an der viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Anleitung des QM-Teams beteiligt waren – am Ende des erfolgreichen Prozesses stand die Zertifizierung der Krankenhäuser der SCIVIAS Caritas gGmbH nach proCum Cert  inklusive KTQ®, und zwar   des SCIVIAS Krankenhauses St. Josef in Rüdesheim und des SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhauses in Bad Soden. Heute (Montag, 17.1.2011) fand die offizielle Übergabe der Zertifizierungs-Urkunde statt, das Zertifikat wird für drei Jahre erteilt.

„Wir sind sehr stolz, dass wir nun unsere Qualität und unsere Leistungsstandards über dieses Zertifikat dokumentieren dürfen“, sagte Ullrich Wehe, Geschäftsführer der SCIVIAS Caritas gGmbH. „Ich danke den Visitoren, die engagiert, streng und kritisch unsere Dienstleistung unter die Lupe genommen haben. Nur durch einen derart ernsthaften Prozess können unsere Kunden, also unsere Patienten, sicher sein, dass Vergleichbarkeit mit anderen Krankenhäusern gewährleistet ist.“ Sein Dank richte sich aber nicht zuletzt an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über rund 20 Monate diese Zertifizierung gemeinsam mit dem QM-Team vorbereitet hätten: „Durch ihre Unterstützung konnten wir dieses hoch gesteckte Ziel erst erreichen.“

Die SCIVIAS Caritas gGmbH hat bereits seit 2005 ein QM-System etabliert, um die Patientenversorgung ständig zu verbessern. Mit dem Zertifikat kann nun auch nach außen nachgewiesen werden, dass die Krankenhäuser strenge Qualitätsanforderungen erfüllen.

„Wir haben uns für dieses Verfahren entschieden, weil proCum Cert neben den allgemeinen krankenhausspezifischen Gebieten von KTQ® zusätzlich Qualitätskriterien zu Themen erarbeitet hat, die kirchliche Krankenhäuser in besonderem Maße prägen und ihr Profil ausmachen. Dazu gehören beispielsweise Sozialkompetenz im Umgang mit Patienten und Mitarbeitern, Spiritualität und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft“, so Ullrich Wehe.

Jede Abteilung war in den Prozess eingebunden und gefordert. In einem ersten Schritt erarbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Krankenhäuser eine so genannte Selbstbewertung, also eine Beschreibung der Arbeitsabläufe und Prozesse. Interdisziplinäre und abteilungsübergreifende Arbeitsgruppen trugen die erforderlichen Informationen zusammen, etwa zu den Themen: Patienten- und Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Krankenhausführung, Qualitätsmanagement, Seelsorge, Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und Trägerverantwortung.

Die Visitoren überprüften bei ihrer mehrtägigen Begehung und in so genannten Kollegialen Dialogen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die praktische Umsetzung der beschriebenen Abläufe. Die Stärken und Verbesserungspotenziale wurden anschließend in einem Bericht zusammengefasst. Dieser wird die Basis sein für weitere Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung.

Positiv besonders hervorgehoben wurden die Behandlungsstandards und an wissenschaftlichen  Leitlinien orientierten medizinische Prozesse. Auch dem Brandschutz wurde ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt. Verbesserungsvorschläge betreffen beispielsweise die Wegeführung im Krankenhaus zur besseren Orientierung der Patienten und Besucher, oder die Einführung elektronischer Terminabsprachen für Konsile.

„Der gesamte Prozess ist für uns nicht nur eine Möglichkeit, uns intensiv mit der Qualität unserer Dienstleistungen zu beschäftigen und ständige Verbesserungen anzustreben“, so der SCIVIAS-Geschäftsführer. „Wir haben uns vorher natürlich auch in anderen Krankenhäusern umgehört. Diese berichten besonders von dem Effekt, dass ein gemeinsames Ziel verbindet. Denn nur gemeinsam kann man eine solche Zertifizierung erreichen. Das Zertifikat ist ein Gemeinschaftsprodukt eines langen Prozesses unter Beteiligung der Mitarbeiter. Der Schub, von dem andere Krankenhäuser berichteten, war auch bei uns deutlich spürbar.“

Die hohe Verbindlichkeit bringe einen Qualitätsschub mit sich. Besonders in den letzten Wochen vor der Zertifizierung habe sich noch einmal viel bewegt. Insgesamt seien zahlreiche Verbesserungen und Veränderungen auf den Weg gebracht worden. „Der Prozess hat die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Einrichtung und ihrem kirchlichem Charakter gefördert, die berufsgruppen- und standortübergreifende Kommunikation und Information hat sich verbessert. Durch den Nachweis unserer Qualität gegenüber der Öffentlichkeit erkennen wir unsere Stärken und Verbesserungspotenziale, an denen wir weiter arbeiten werden.  Denn nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung.“

 

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