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Colon-Karzinom (Dickdarmkrebs)

Der Dickdarmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in den Industrieländern. Als Ursache ist bekannt, dass sich die meisten Krebserkrankungen im Dickdarm aus Polypen über eine längere Zeitspanne entwickeln. Daneben spielt auch die Zusammensetzung der Nahrung eine Rolle. Im Stuhl finden sich bei Ernährung mit tierischen Fetten und Proteinen karzinogene Abbauprodukte von Gallensäure (Kohle-Wasserstoff-Verbindungen), die bei schlackenarmer Kost den Dickdarm nur langsam passieren.

Schließlich haben zellgenetische Untersuchungen gezeigt, das in Dickdarmschleimhautzellen eine Empfänglichkeit für krebserregende Substanzen besteht.

Da bei langsamer Stuhltätigkeit der Austausch karzinogener Abbauprodukte im Dickdarm verlängert wird, stellt folgerichtig die ballaststoffreiche Nahrung einer Prophylaxe zur Dickdarmkrebsentstehung dar.

Dickdarmkrebs ist in Deutschland bei Frauen und Männern die zweit-häufigste Krebserkrankung.

70% aller bösartiger Dickdarmtumoren finden sich im Übergang S-Darm (Sigma) und Enddarm, sie sind durch die Enddarmspiegelung leicht diagnostizierbar.

 

Das Dickdarm-Karzinom bevorzugt das 6. und 7. Lebensjahrzehnt, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Dies betrifft vor allem Rektumkarzinome (Enddarmkrebs).

Eine familiäre Disposition besteht bei dem Vorliegen zahlreicher Dickdarmpolypen. Kolorektale Karzinome verursachen zunächst sehr selten Symptome. 

Die Symptome eines Dickdarm-Karzinomes reichen von einer Blutung aus dem After bis zur chronischen Verstopfung. Paradoxerweise sogar sind wiederkehrende Durchfälle ein Symptom eines Dickdarm-Krebes. Durch den Blutverlust kann es zur Anämie (Blutarmut) mit den dazu gehörigen Symptomen wie Leistungsabfall, Müdigkeit und Schwäche kommen. Infolge der Tumorerkrankung kommt es häufig auch zu Gewichtsverlust.

Komplikationen bestehen im Verschluss des Darmes mit Koterbrechen und Stuhlverhalt.

Die Therapie des Dickdarm-Karzinomes stellt die radikale chirurgische Entfernung der befallenen Dickdarmanteile dar unter Mitnahme der zugehörigen Lymphknotenstrassen und der zu- und abführenden Gefäße.

Die Prognose der Heilung des Dickdarm-Karzinomes ist sehr gut bei frühzeitiger Entdeckung, wobei dies nur durch entsprechende Vorsorgeuntersuchung zu erreichen ist.

Nur bei tiefsitzendem Enddarmkrebs mit Befall des Schließmuskels und der Nervengeflechte ist die radikale Enddarmentfernung mit endständigem Darmausgang (Anus praeter) notwendig.

Eine adjuvante (unterstützende/vorbeugende) oder neoadjuvante Chemotherapie und gegebenenfalls Strahlentherapie wird in Abhängigeit vom Tumorstadium gemeinsam mit unseren internistischen Kollegen geplant. Denn nur eine fachübergreifende, individualisierende Behandlung führt zu einem optimalen Ergebnis.

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