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Weitere Untersuchungen

Elektromyographie und neurologische Untersuchung

Bestimmte Erkrankungen, Verletzung, Operationen gehen mit einer Veränderung der Nervenversorgung im kleinen Becken einher, bzw. stören diese. Mit Hilfe von unterschiedlichen Elektroden können hier neuro-physiologische Untersuchungen durchgeführt werden, die Aufschluss  darüber geben, welche Art von Störung vorliegt und wo diese lokalisiert ist. Auch die Muskelaktivität des Beckenbodens kann elektromyographisch überprüft und überwacht werden. Sind bei Ihnen solche Untersuchungen erforderlich, werden wir ausführlich darüber sprechen.

Zystoskopie (Blasenspiegelung)

Diese Untersuchung ist routinemäßig nicht erforderlich. Bei nach frustranen Therapien insbesondere der Dranginkontinenz, sonographisch auffallenden Befunden, bei chronischen Harnwegsinfekten usw. bedarf es einer genauen Inspektion der Blase. Diese Untersuchung ist schmerzlos und wird ambulant durchgeführt.

Defäkographie

Bei Stuhlinkontinenz und Darmentleerungsstörung kann die Anwendung dieser diagnostischen Maßnahme notwendig sein. Hier wird ein Kontrastmittel(-brei) in den Enddarm eingefüllt und anschließend die Stuhlentleerungsfunktion des Enddarms auf Röntgenbildern dokumentiert. Die Untersuchung ist etwas unangenehm, weil sie bisweilen als beschämend empfunden wird. Sie ist auch nur in wenigen Fällen erforderlich, wenn aber die Notwendigkeit hierfür besteht, treffen Sie in der Radiologie auf professionelles Personal, das mit Ihnen gemeinsam die Untersuchung einer Art und Weise durchführen wird, die der mit der Untersuchung verbundenen Peinlichkeit gerecht wird. Die routinierte und in hoher Qualität durchgeführte Untersuchung liefert für uns wertvolle Einblicke und trägt in hohem Maß zu einer  Therapie-Optimierung bei.

Kernspintomographie

Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es uns möglich neben der Zerstörung von Muskulatur und Bindegewebe auch funktionelle Prozesse abbilden zu können (dynamische Kernspintomographie oder dynamisches MRT). Diese Untersuchung ersetzt dann die konventionelle Defäkographie (s.o.),  so dass nicht beide Untersuchungen erforderlich werden. Die Indikation zur Durchführung einer Kernspintomographie allerdings ist sehr eingeschränkt.

Perinealsonographie

Die Perinealsonographie ist ein wichtiges Glied in der Kette urogynäkologischer Untersuchungsverfahren. Ihr Ziel ist die einfache Darstellung des anatomischen Substrats einer funktionellen Störung unter  Anwendung von Ultraschall. Die Ultraschalluntersuchung - vom Damm ausgehend vorgenommen -  führt ohne Strahlenbelastung zu sowohl statischen als auch dynamischen Bildern mit exzellenter Beurteilbarkeit von Blase, Scheide und Darm.  Sie gehört in der peri- und postoperativen Betreuung unserer Patienten zu einem nicht wegzudenkenden Werkzeug.

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