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Arthroskopie (Spiegelung der Gelenke)

Die Spiegelung der Gelenke und insbesondere die des Kniegelenkes hat seit den 80ziger Jahren die Diagnostik bei Gelenkerkrankungen revolutioniert.

Bereits 1918 versucht Kagi erstmals in Tokio Leichengelenke mit einem Zystoskop (Spiegelung der Harnblase) zu untersuchen. Hieraus entwickelte er ein Arthroskop, welches durch seinen Schüler Watanabe verfeinert und über die Grenzen Japan bekannt wurde.

In Europa berichtete der Schweizer Biercher erstmals von einer Arthroskopie an Kniegelenken mit Hilfe des Laparoskopes (Spiegelung des Bauchraumes).

Die Grundlage zu den heute gebräuchlichen Instrumenten lieferte 1931 der Amerikaner Burman mit Entwicklung des Wappler-Arthroskopes.

Die heutige moderne Bildübertragung erfolgt über ein Stap-Linsen-System nach Hoppkins- dem eigentlichem Arthroskop - mit Anschluss an eine Videofarbfernsehkette, die Dokumentation erfolgt über Videoprinter bzw. Videoband oder CD.

Erste Kniegelenksoperationen mit dem Arthroskop kleinerer Art wurden 1955 durchgeführt, später in den 60ziger Jahren begann man mit der klassischen Meniskusoperation per Arthroskop.

Die Arthroskopische Chirurgie wurde in den Vereinigten Staaten weiterentwickelt, inzwischen ist die diagnostische und operative Arthroskopie ein Standardverfahren in der Unfall- und orthopädischen Chirurgie.

Arthroskopische Operationen werden heute in nahezu allen Gelenken durchgeführt. Der Häufigkeit nach seien sie genannt:

  • Kniegelenk
  • Schultergelenk
  • Sprunggelenk
  • Ellenbogengelenk
  • Handgelenke sowie
  • Hüftgelenke

Bei der Gelenkspiegelung werden frische oder ältere Verletzungen erkennt, es werden entzündliche Erkrankungen diagnostiziert sowie die Diagnostik unklarer Gelenkbeschwerden vorgenommen.

Sinnvollerweise wird nach erfolgter diagnostischer Spiegelung die operative Therapie angeschlossen, am häufigsten werden Meniskusverletzungen in Form der Teilentfernung oder Komplettentfernung bzw. der Reinsertion (Annaht) durchgeführt.

Derzeit können nahezu alle Gelenkoperationen arthroskopisch durchgeführt werden, ich verweise auf den Kreuzbandersatz des Kniegelenkes und die Naht der Rotatorenmanschette im Schultergelenk.

Die Arthroskopie dient auch zur Vorinformation bei der Gelenkarthrose. Nach radiologischer Diagnostik der Gelenke sowie Befund der Kernspintomografie kann die diagnostische Arthroskopie das letztlich das genaue Ausmaß einer arthrotischen Gelenkveränderung bestimmen und somit die Indikation zur Implantation einer Endoprothese zum Gelenkersatz stellen.

Die diagnostische Arthroskopie ist eine wenig traumatische Untersuchung mit seltenen Komplikationen und infolge der Diagnosestellung jeder anderen Untersuchungsmethode überlegen.

Man muss allerdings bedenken, das die Arthroskopie ein operativer Eingriff bedeutet, welcher einer Form der Narkose bedarf und einen offenen Eingriff ins Gelenksystem darstellt.

So ist auch die Indikationsstellung zur Arthroskopie dem Erfahrenen überlassen und muss stets gegenüber den anderen Diagnosemöglichkeiten abgewogen werden.

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