Operative Therapie
Wenn das alles nicht mehr hilft, dann bleibt nur noch die Operation.
Die Behandlung von Blasenstörungen, Entzündungen und Beschwerden im Intimbereich ist bei kurzer Dauer der Krankheit meist einfach und erfolgreich. Je länger aber die Beschwerden bestehen und je häufiger Rückfälle aufgetreten sind, um so schwieriger ist die Diagnosestellung und um so anspruchvoller eine erfolgreiche Behandlung.
Helfen die konservativen Bemühungen nicht, so ist bei Inkontinenz, Senkungsbeschwerden und bestimmten Formen des Drangleidens eine Operation häufig vielversprechend.
Diese müssen sehr genau geplant und nach vorausgegangener Diagnostik vorgenommen werden. Jeder Eingriff beeinflusst das sehr fein abgestimmte Gleichgewicht von Blasenverschluß und Scheide, weswegen für jede Art von Senkung oder Harninkontinenz, die genau dafür passende Operation angewendet werden muß.
Bei Ihrer Erkrankung liegt eine Bindegewebsschwäche bzw. -zerstörung vor. Eine Raffung von diesem schwachen Material ist meist nicht von langer Dauer, da es an den Nahtstellen wieder ausreißt (ähnlich ergeht es einem gestopften Strumpf, der an den Rändern des Flickens eben wieder ausreißt). Durch Einbringen von Kollagen und künstlich hergestellten Bändern und Netzen wird die gestörte Architektur des Beckenbodens mit ausdauernden Materialen rekonstruiert und in ihrer Funktion wiederhergestellt.
Diese Operationen sind im Allgemeinen arm an Komplikationen und werden bei nur sehr geringer Narkosebelastung durchgeführt. Hiervon profitieren insbesondere ältere Patientinnen, denen dadurch wieder ein großes Maß an Lebensqualität zurückgegeben werden kann.
