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Computertomographie – das unentbehrliche diagnostische Verfahren

24.06.2008 17:00

Die Computertomographie, abgekürzt CT,  ist ein spezielles Röntgenverfahren, das Querschnittsbilder des Körpers mit Hilfe von Röntgenstrahlen liefert. Seit den 1970er Jahren hat die stetige Weiterentwicklung der Technologie dazu geführt, dass die Computertomographie zu einem unentbehrlichen diagnostischen Verfahren geworden ist. Sie ermöglicht Einblicke in Körperbereiche, die durch herkömmliche Röntgenuntersuchungen nicht darstellbar sind. So können heute bestimmte Krankheiten früher und sicherer diagnostiziert und damit manche Erkrankungen besser behandelt oder sogar geheilt werden. Im Rahmen eines Patientenseminars (Dienstag, 24.6.) erläuterte die Leitende Ärztin des Medizinischen Versorgungszentrums am SCIVIAS Krankenhaus St. Josef in Rüdesheim und Fachärztin für Radiologie, Dr. Evmorfili Mouratidou, über Untersuchungsablauf, Strahlenbelastung und diagnostische Möglichkeiten der Computertomographie.

Der Vorteil einer Computertomographie gegenüber dem Röntgen: Lassen sich beim Röntgen zwar die Knochen gut darstellen, kann ein CT auch Weichteile, wie Muskelgewebe oder Organe differenzieren. Eine CT-Untersuchung liefert zudem überlagerungsfreie Bilder aus jeder gewünschten Körperregion, Ort und Ausdehnung einer etwaigen Erkrankung werden genauer erfasst als im herkömmlichen Röntgen. „Damit ist sie auch für die Planung von Operationen, Bestrahlungen oder anderen Behandlungsmaßnahmen eine wesentliche Hilfe", so Dr. Mouratidou, die auch den Untersuchungsablauf erläuterte. Der Patient wird auf einem speziellen Tisch gelagert, der in die runde Öffnung des CT hineingefahren und so platziert wird, dass der Patient sich in der richtigen Position für die Untersuchung befindet. Der Patient liegt ruhig auf der Untersuchungsliege, während sich eine Röntgenröhre mit einem Messsystem um den Körper dreht und die Messdaten an einen Computer sendet, der sekundenschnell Querschnittsbilder errechnet. Um krankhafte Befunde besser oder überhaupt darstellen zu können, wird häufig ein Kontrastmittel verwendet, das der Patient entweder trinkt oder das in die Venen eingespritzt wird. Kontrastmittel werden vor allem bei Entzündungen und Tumoren verwendet  und bei der Untersuchung von Bauchraum und Becken, Arterien und Venen, Verdauungstrakt, Nieren, Harnwege, Harnblase, Gallenblase und Gallenwege und Halsweichteilen. „Bei bestimmten Patientengruppen ist die Verwendung von Kontrastmitteln jedoch nicht möglich, z.B. bei Allergien, eingeschränkter Nierenfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion", erläuterte Dr. Mouratidou. Dies werde im Vorgespräch mit den Patienten geklärt.

Die Strahlenbelastung durch die Computertomographie ist gering, aber höher als bei einer konventionellen Röntgenuntersuchung. Deshalb wird diese Untersuchung nur angeordnet, wenn der höhere Informationswert die Strahlenbelastung rechtfertigt, unter Umständen werden andere Untersuchungsverfahren wie Ultraschall und Kernspintomographie vorgezogen. „Die Weiterentwicklung der Geräte hat aber erfreulicherweise in den vergangenen Jahren zu einer kürzeren Untersuchungszeit und  gleichzeitig deutlich verbesserter Aufnahmequalität geführt bei gleicher oder nur gering erhöhter Strahlenbelastung", so die Fachärztin für Radiologie. Die eigentliche CT-Untersuchung dauere nur wenige Sekunden, dabei ist die Untersuchungszeit abhängig von der zu untersuchenden Körperregion und der etwaigen Kontrastmittelgabe. Je nach Fragestellung dauert die Vorbereitung für die CT-Untersuchung bis zu zwei Stunden, etwa bei der Notwendigkeit der Darmkontrastierung mit Hilfe eines speziellen Getränkes.

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