„Eine wunderbare Klinik“
01.01.2007 11:00
Vor genau einem Jahr hat das SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhaus in Bad Soden seinen vollen Betrieb aufgenommen. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik stellt seit nunmehr 12 Monaten eine gemeindenahe Versorgung der Patienten aus dem Main-Taunus-Kreis sicher. Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dr. Joachim Röschke zieht eine positive Bilanz des ersten Jahres am neuen Standort: „Nach ersten organisatorischen und infrastrukturellen Anlaufschwierigkeiten hat sich eine wunderbare Klinik entwickelt." Dies sei auch und besonders das Verdienst des multiprofessionellen Teams aus ärztlichem Dienst, Krankenpflege, Ergotherapie, Sozialdienst, Bewegungstherapie, Psychologen und Seelsorge, die alle gut zusammen arbeiteten.
„Drei Wochen nach der Eröffnung war die Klinik zu 90% belegt", berichtet Ullrich Wehe, Geschäftsführer der in Kiedrich ansässigen SCIVIAS Caritas gGmbH, der Trägerin des St. Valentinus-Krankenhauses. „Nun könnte man das auf eine anfängliche Neugierde zurückführen und auf das Interesse, das jede Neu-Eröffnung mit sich bringt. Aber auch ein Jahr nach der Eröffnung hat sich daran nichts geändert: Die Auslastung ist exzellent."
Der Ärztliche Direktor erläutert: „Durch die Bandbreite der drei Bereiche stationäre Klinik, Tagesklinik und Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) wird das gesamte Spektrum der Psychiatrie abgedeckt. So kann das SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhaus ein abgestuftes Modell für jedes Krankheitsbild anbieten." Die PIA als aufsuchende Behandlung und die Tagesklinik, die den Patienten eine Behandlung und Tagesstruktur anbietet, die die Nächte und das Wochenende zuhause verbringen können, seien wertvolle Ergänzungen des stationären Bereiches.
„Hier ist natürlich die Lage der Klinik hervorragend geeignet", so Professor Röschke. „Durch die Nähe der S-Bahn-Station können sowohl Patienten als auch Angehörige die Klinik gut erreichen. Wir bieten kurze Wege und ortsnahe Versorgung in einem angenehmen Umfeld." Vor allem der Kurpark werde von Patienten und Angehörigen gerne genutzt. Seit zwei Monaten sei auch die Cafeteria in Betrieb, die auch von Spaziergängern und Anwohnern genutzt werden könne.
„Es gibt keine Probleme mit der Nachbarschaft. Das war nicht unbedingt zu erwarten nach der anfänglichen Ablehnung, als wir bekannt gaben, in der ehemaligen Reha-Klinik in Bad Soden unsere Klinik eröffnen zu wollen", erinnert sich der Ärztliche Direktor.
Auch die Akzeptanz bei den Adressatengruppen sei sehr hoch. „Wir sind vor allem sehr froh über die sehr gute und enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten im Main-Taunus-Kreis". Zudem ergänze und unterstütze die evangelische und katholische Krankenhausseelsorge hervorragend die Arbeit des therapeutischen Teams. „Die Krankenhausseelsorgerin Verdcheval und Pfarrer Freise sind eine wertvolle Unterstützung in unserer Arbeit."
Die Klinik öffne sich mehr und mehr für ambulante Therapien und Angebote. So werden die Räumlichkeiten von externen Selbsthilfegruppen und einer Yoga-Gruppe genutzt. Zudem bietet die Klinik seit kurzem zwei Mal wöchentlich für zehn bis 14 Personen eine ambulante und stationäre Wachtherapie zur Aufhellung der Stimmungslage bei Depressionen an, die sehr positiv angenommen wird. „Sollten Anwohner sich wundern, wenn nachts Menschen durch das Viertel oder den Kurpark wandern, dann sind das mit großer Wahrscheinlichkeit Menschen, die an unserer Wachtherapie teilnehmen", so Prof. Röschke.
Sorge bereiten dem Ärztlichen Direktor trotz der Zufriedenheit über die positive Entwicklung der Klinik die aktuellen Diskussionen zum Thema Gesundheitsreform. „Die Häufigkeit psychischer Erkrankungen wird erwiesenermaßen in der Zukunft weiter zunehmen. Wie Kliniken wie unser SCIVIAS St. Valentinus-Krankenhaus in Zukunft ihre Arbeit weiterhin erfolgreich leisten können, wird sich zeigen müssen."
