Rekonstruktives Beckenbodenzentrum Rüdesheim
In Deutschland leiden im Laufe eines Jahres ca. 5 Millionen Frauen vorübergehend oder dauerhaft an Harninkontinenz und Blasenbeschwerden. Dazu zählt jede dritte Frau über 55 Jahre, sowie jede vierte Frau nach Entbindung. Dabei gibt es eine erhebliche Dunkelziffer, denn über dieses Thema wird nicht gesprochen, selbst im engsten Freundes- und Familienkreis. - Betroffene sind oft auf Windeln angewiesen und vermeiden aus Scham eine oft einfache Therapie.
Dabei reduzieren sich die sozialen Kontakte. Aus Sorge vor peinlichen Situationen wie Störungen durch häufigen Toilettengang, Flecken auf der Kleidung oder Sitzpolster, Geruchsbelästigung u.v.m. trauen sich viele nicht mehr zum Sport, verzichten auf den geliebten Kegelabend, gehen nicht mehr ins Theater oder Kino, vermeiden Besuche bei Freunden und ziehen sich aus Scham völlig in die eigenen vier Wände, immer in der Nähe der eigenen Toilette zurück. Häufig wird auch das Leben in der Partnerschaft empfindlich belastet. Die Lebensqualität ist damit stark eingeschränkt, Depressionen sind häufig die Folge.
Blase, Harnröhre, Scheide und Gebärmutter werden gestützt bzw. geöffnet und geschlossen von Muskulatur in Zusammenwirken mit dem Beckenbindegewebe. Die Organsysteme liegen im weiblichem Becken in enger Beziehung zueinander und sind auf ein optimales Zusammenspiel angewiesen. Lockern sich die Verankerungen der Organe (z. B. nach Geburten, altersbedingt bei Bindegewebsschwäche) und/oder verlieren Sie an Elastizität (Alterung, Narben) kommt es zu Lageveränderungen der Organe. Die Befunde sind zum Teil nicht ausgeprägt und nur durch den erfahrenen Untersucher zu erkennen. Stärkere Ausprägung der Senkungserkrankung durch Vordrängen von Blase oder Darm nach außen durch die Scheide werden auch von den Frauen selbst wahrgenommen. Die Wiederherstellung der normalen Anatomie gehört ebenfalls zu den wesentlichen Aufgaben eines Beckenboden-Zentrums.
Es gibt heute verschiedene, oft ganz simple Behandlungsmethoden und Hilfsmittel, die dieses Leiden lindern oder gar heilen können. Dabei kann eine seit langem bestehende Krankheit nicht von heute auf morgen vollständig beseitigt werden. Und je länger frau eine Behandlung hinauszögert, umso mehr wird die Chance auf eine Operation verzichten zu können, geringer. Der erste Schritt zur Heilung ist das Gespräch mit Ihrem Arzt. Es folgt dann ein gemeinsamer Weg, bei dem in weiteren Kontakten die Therapieansätze auf Erfolg überprüft und je nach Fortschritt weitere Maßnahmen eingeleitet werden.
