Urogynäkologie

Die Urogynäkologie, ein wesentlicher Schwerpunkt von überregionaler Bedeutung in Rüdesheim, behandelt sowohl konservativ (z.B. medikamentös, durch Elektrotherapie, durch Physiotherapie, mit Pessaren und anderen Methoden) als auch operativ die weibliche Harninkontinenz in all ihren Formen sowie das Senkungsleiden. Dies schließt die Behandlung von Stuhlinkontinenz und chronischer Stuhlverstopfung mit ein.

Operative Eingriffe können zum Teil ambulant durchgeführt werden, viele Eingriffe laufen kurzstationär (2-3 Tage) ab. Ambulant durchgeführt werden die Diagnostik (Blasendruckmessung  (sog. Urodynamik) und die Blasenspiegelung) sowie die meisten der sog. „Instillationstherapien“ (Behandlungen, bei denen bestimmte Medikamente in die Blase eingefüllt werden). Bei schweren chronischen oder manchen akuten Entzündungen gibt es auch die Möglichkeit der stationären Instillationstherapie. Kurzstationär sind z. B. die sog. „Bändchenoperationen“, bei denen ein kleines Kunststoffband unter die Harnröhre gelegt wird, um den unwillkürlichen Urinverlust bei Belastung zu beheben. Vollstationär mit einem längeren Aufenthalt sind die größeren und großen Senkungsoperationen bis hin zur sog. „Interdisziplinären Beckenbodenrekonstruktion“, der der Urogynäkologe und Chirurg gemeinsam Senkungen und Funktionsstörungen der Scheide, Blase und des Darmes mit einem hier in Rüdesheim entwickelten und in dieser Form in der ganzen Region einzigartigen Operationsverfahren sehr erfolgreich und komplikationsarm operativ behandeln. Dieser Disziplin zugeordnet ist eine Spezialsprechstunde im MVZ.

Die operative Behandlung erfolgt im Rekonstruktiven Beckenbodenzentrum.